Aufgeben oder weitermachen? - Die Zeit des Übergangs

Um zu verstehen, was die Zeit des Übergangs bedeutet, schau dir deine persönliche Weiterentwicklung in deinem Prozess an. Entwicklung geschieht immer, es gibt keinen Stillstand, so auch nicht in deiner persönlichen Weiterentwicklung.

Und diese Ent-Wicklung hat Stufen. Es beginnt mit der Stufe des Lösens von Altem. Zum Beispiel von alten Glaubenssätzen, Abhängigkeiten, Traumata und tiefem Schmerz. Gehst du hier voll durch, löst sich dieses Alte spürbar aus deinem System. Aus dem Energie- und auch deinem Körpersystem.

Es wird einen Punkt geben, an dem du glaubst, es geht nicht tiefer. Mehr Ängste und Schmerz wirst du nicht fühlen können. Du möchtest aufgeben, wegrennen, nicht hinsehen. Zu groß ist dieser Schmerz; so groß, dass du glaubst, er verschluckt dich.

Doch hier liegt die Magie des Prozesses. An diesem Punkt ist es fast geschafft. Und da denke ich immer an die Übergangsphase während einer Geburt. Der Muttermund ist vollständig geöffnet. Die Eröffnungswehen sind durch. Nun dreht sich das Kind so in deinem weiblichen Becken, dass es durchtreten kann. Da ich es selbst schon 3x erlebt habe, kann ich es nachfühlen: Das ist der Punkt, an dem die Gebärende nicht mehr will. Bei meiner letzten Geburt, als ich an diesem Punkt war, wollte ich mich im Gang des Krankenhauses hinlegen, schlafen und rief allen zu: "Macht das allein weiter. Ich gehe jetzt nach Hause. Ich will und ich kann nicht mehr."

Kurz danach war es geschafft. 40 Minuten später war mein Jüngster geboren. Und ab dem Moment, als ich den Geburtsprozess zugelassen habe, habe ich eine Kraft in mir gespürt, die ich nie zuvor gespürt habe. Ich war so verbunden mit dem Universum, mit mir, das mich nichts stoppen konnte. Diese 40 Minuten sind das, was ich als Zeit des Übergangs beschreibe.

Wenn ich nun an diese Geburt und auch meine bisherige Ent-Wicklung zurückdenke, bin ich sehr froh darüber, nicht aufgegeben zu haben. Mich diesem Schmerz zugewandt zu haben. Er war gleichzeitig meine größte Angst und mein größtes Heilpotenzial.

Deshalb kann ich heute meine Zeiten des Übergangs, und ich befinde mich gerade wieder in einem solchen, mit mehr Weitblick betrachten, ohne mich allzu sehr vom Ego einfangen zu lassen in die Muster. Denn diese Zeit ist ein Scheideweg, eine Prüfung. Sie fragt dich: Willst du wirklich in das Neue gehen? Bist du bereit, das was in dir wohnt zu leben? Oder willst du nochmal zurück? Willst du nochmal den alten Schmerz fühlen?

Ist die Zeit des Übergangs da und du beantwortest diese Fragen mit "Ja, ich bin bereit!", habe ich für dich in dem gleichnamigen Podcast zu diesem Artikel ein paar wertvolle Impulse, wie du diese Zeit durchstehst. Den Podcast kannst du dir auf Telegram oder YouTube anhören.

Und wenn du persönliche Begleitung in deiner Zeit des Übergangs benötigst, bin ich für dich da. Kontaktiere mich dazu gern über meine Webseite.

Alles Gute für dich! Bis bald!